schliessen
  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp1.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp2.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp3.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp41.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp5.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp6.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp7.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp8.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp9.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp10.jpg

  • /wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp11.jpg

/wp-content/uploads/sites/5/2012/11/belp4.jpg


Unser kleiner Regionalflugplatz


Bern hat einen Flugplatz, und der ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kleinod. So klein, dass er sogar noch einen Mittagsschlaf braucht. Jetzt müsste er nur noch stolz darauf sein.

Vor der Passkontrolle am Flughafen Bern-Belp prangt ein einziges Schild: «Alle Pässe». Hier spielen Nebensächlichkeiten wie die Zugehörigkeit zu einem Staatenbund keine Rolle. Statt «EU» und «Schweiz» auf der einen und «other Passengers» auf der anderen Seite schenkt man sich hier etwaige Segregationsmätzchen. Ebenso Rolltreppen oder Fliessbänder. Denn der Flughafen Bern-Belp findet zum grössten Teil auf einem einzigen Stockwerk statt. Und die Abfertigungshalle ist in wenigen Schritten durchmessen.

Es ist ein Werktagsmittag auf dem Flughafenareal bei Bern. Man ist gekommen, um Berns Sprungschanze in die weite Welt zu begutachten, jenen Ort, der die Bundeshauptstadt mit etwas Grandezza versieht. Zumindest in den Augen jener, die davon ausgehen, dass eine Metropole wie Bern zwingend einen Flughafen benötigt.

Just da beginnen in Bern-Belp die Probleme. Denn das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) beharrt im Falle Bern-Belps auf der Bezeichnung ‹Regionalflugplatz› anstelle von ‹Flughafen›. Die Betreiberin der Flugstätte, die Alpar AG, stört sich daran wenig. Der Flughafen Bern-Belp ist zumindest labeltechnisch Realität. Um dem Label gerecht zu werden, setzt die ansässige Fluggesellschaft SkyWork Airlines auf stetes Wachstum, ein Rekord jagt den nächsten: 34 Destinationen im Sommerflugplan! Bereits 100'000 Passagiere im ersten Halbjahr 2012!

Doch natürlich verpufft das internationale Flair schon auf der Hinfahrt. Die Reise mit dem Flughafen-Shuttle ab Bahnhof Belp führt zuerst durch das Dorfzentrum Belps, dann an weiten Wiesen vorbei. Links macht ein schwarzer Kater den Ackermäusen das Leben schwer, rechts plätschert die Giesse. Schöne Schweizer Provinz.

Nein, mondän sind andere Flughäfen, aber nicht Bern-Belp. Die Empfangshalle ist an diesem frühen Nachmittag verlassen. Die Reisebüro- und Abfertigungsschalter sind unbesetzt, die Eingänge zu den vier Gates sind zu. Der Winterflugplan der SkyWork Airlines weist an jenem herbstlichen Montag 29 Flugbewegungen auf (Sommer: 42), und diese verteilen sich offensichtlich auf andere Stunden des Tages, jetzt liegt der Flughafen im Mittagsschlaf.

Zwischen Flug Nummer SX0508 nach London City (12.40 Uhr) und dem nächsten, Flug Nummer SX0202 nach Berlin Schönefeld (17.05 Uhr), werden nun mehr als vier Stunden vergehen. Während auf den Flughäfen in Basel, Genf und Zürich Airline-Angestellte saumselige Passagiere über den Lautsprecher ausrufen, Beamte ihre Gummihandschuhe zurechtzupfen und Rollkoffer malträtiert werden, passiert hier – nichts.

Und das ist auch gut so. Die Ausmasse des zu klein geratenen Flughafens sind ein Segen: Zum Check-In dürfen die Passagiere eine halbe Stunde vor Abflug eintrudeln, die Laufwege sind kurz und die Gefahr, zum Vielflieger zu werden, gering. Billigsttarife gibt es nicht, wenige, in weiter Zukunft liegende Flüge sind bestenfalls als günstig zu bezeichnen, und das schont das ökologische Gewissen.

‹Regionalflugplatz› klingt vielleicht nach Provinz, doch auch wohltuend bescheiden in unsicheren Zeiten, nach Individualverkehr abseits der Massentourismusindustrie. ‹Regionalflugplatz›, das klingt nicht nach dem lästigen Lärm von Chartermaschinen, sondern nach eleganten Segel- und Propellerflugzeugen. Und während beim Gedanken an den letzten Flughafen-Besuch die Kuhglocken aus dem Lautsprecher der unterirdischen S-Bahn nachklingen, hat man sie auf dem Rollfeld eines Regionalflugplatzes tatsächlich im Ohr.

Man sieht den Slogan schon vor sich: «Bern-Belp – Ihr kleiner Regionalflugplatz». Er zöge ohne weiteres. Er zöge die Nachhaltigen an, die Patrioten, die Flugi-Nostalgiker. PR-technisch ist es ein Steilpass des BAZLs an die Alpar AG: Ihr seid kein Flughafen, und das ist weiss Gott gut so.

Hanna Jordi

Hanna Jordi lebt in Bern seit 1985. Bis auf ein kurzes Intermezzo in Wien ist sie der Stadt stets treu geblieben. Sollte Bern aber wie angedroht zur Musicalstadt werden, kann sie diesen Entscheid jederzeit überdenken.


Publiziert am 9. November 2012

20 Kommentare

  1. Joel Christen says:

    Als Bewohner des Kirchenfeldquartiers empfinde ich die Plaudereien von Frau Jordi bemerkenswert ignorant. Dazu nur folgende Feststellungen zum Sommerflugplan 2013:

    Samstag: Sonntag:
    6:05 Thesaloniki 6:25 Rijeka
    6:30 Palma
    6:35 Catania 6:35 Palma
    6:40 London 7:10 Olbia
    6:45 Köln 7:30 Elba
    6:50 Hamburg 7:40 Neapel
    6:55 Berlin

    Ich sehe weit und breit keine Stadt, in welcher Starts und Landungen über ein Stadtzentrum erfolgen. Dieser Flugafen sollte auch angesicht der Tatsache, dass inerhalb von 1.5 zwei grosse Flughaben erreicht werden können, für Linienflüge geschlossen werden.
    Joel Christen

    • Mathias says:

      Herr Christen,
      Ich bitte sie den Flugplan nochmals anzuschauen, und ihn richtig abzuschreiben. Sie haben einfach ein paar Destinationen genommen und 5-Minuten-Takt eingeführt. Eigentlich total dreist.

  2. Manfred Fischer says:

    Was ist eigentlich Los bei Euch (Der Bund) gehen euch die Storys aus? Oder wieso erscheinen seid 2 Tagen 4 negativ und absurde Berichte über SkyWork und den Flughafen Belp?

    • Geissbühler says:

      Herr Fischer
      Kein Problem – Tatsache ist, dass der Regionalflugplatz so in offizieller Therminologie zu benennen ist.
      Der Airport Belpmoos (Bern-Belp) ist nicht der Flughafen Zürich, resp. Airport Unique ZRH.

  3. Sabine Kraut says:

    Ich hake nach, ganz im Sinne von Herrn Christen: Was der Bund in der letzten Zeit über den Flughafen geschrieben hat, ist bemerkenswert ärgerlich, wenn mann im Osten der Stadt wohnt und im Sommer an manchen Abenden auf dem Balkon Landeanflüge im Viertelstundentakt über sich ergehen lassen muss. Warum kommt die Bund-Redaktion nicht auf Idee, sich mal in den betroffenen Quartieren umzuhören zum Thema der zunehmenden Lärmbelästigung? Nein, man berichtet unkritisch über die hochfliegenden Pläne (1 Mio. Passagiere 2016) und macht ein Werbe-Flugreisli nach Kroatien mit. Nun ja, skywork inseriert ja auch täglich im Bund…
    S. Kraut

  4. Marc Aurel says:

    Absolut einverstanden mit Joel Christen. Eine gute Zug-Verbindung von LSZH her ist allemal genügend. Es mutet an, als ob sich Bern mit einem “richtigen” Flughafen aufmotzen möchte und dabei die Wohn- und Lebensqualität derer, die per Steuergelder Bern überhaupt erst am Leben erhalten, völlig ignoriert. Skywork macht Gewinn, den Lärm können andere aushalten. Da beruhigt man das Länggassquartier verkehrstechnisch und gleichzeitig dröhnen die Ferienhungrigen über die Balkone, Gärten und Köpfe. Der Ausbau von Belpmoos ist ein kompletter Blödsinn der Bern wirtschaftlich kaum vorwärts bringt, aber die, auch im Tourismus und in innerschweizerischen Umfragen stets betonte Lebensqualität signifikant schmälert. LSZB gehört wieder redimensioniert.

    • Micharel Lavrov says:

      @Aurel: Sie wiedersprechen sich in ihren wenigen Zeilen. Zudem stellen Sie eine Reihe von Unwahrheiten auf. Hier das Wichtigste: 1. Sie sind eine Profiteur: Alle sollen von Zürich aus abfliegen, die können auch gleich den Lärm haben und uns Berner finanzieren, weil wir hier nur die Sonnenseite des Labens wollen: Wohnqualität. 2. Sie haben keine Ahnung: Die Einnahmen durch einen attraktiven Wirtschaftsstandort hält Bern am Leben. Dadurch wird die Lebensqualität erst ermöglicht. 3. Der Kanton Bern braucht einen Wwirtschaftsmotor. Und das kann nur die Region Bern sein. So sollten wir diese stärken. Es gibt Menschen, die arbeiten und wohnen hier und sind froh, wenn sie von Bern aus fleigen können. Man spart doch 3 Stunden Rreisezeit pro Trip. Aber eben, wenn schon der bisherige und leider wohl auch zukünftiger Stadtpräsident keine Ahnung hat, was soll man denn mehr von seinen Wählern erwarten!?!

  5. Jacqueline Gafner, Stadträtin Bern says:

    Eh, eh, Frau Jordi, mangelt es Ihnen dermassen an Selbstbewusstsein, dass Sie sich in dieser Art über den Hauptstadt-Flughafen Bern-Belp – für mich wird er das bleiben, BAZL-Terminologie hin oder her – auslassen zu müssen glauben? Provinziell ist nicht das “Mösli”, provinziell sind Leute, die aus lauter Angst, als wenig welterfahren oder uncool belächelt zu werden, nicht zu Bern, wo leben und arbeiten, und seinem zwar kleinen, aber feinen Flughafen stehen können. Zum Glück beweisen die wachsenden Passagierzahlen in Bern-Belp, dass nicht alle in der Hauptstadtregion lebenden Menschen in diesem Spittel krank sind.

    • Joel Christen says:

      Danke fürs Statement Frau Gafner. Ohne zu wissen, welcher Partei sie angehören, kenne ich jetzt jemanden, den ich bei nächster Gelgenheit wohl kaum wählen werde…

    • Mathias says:

      Herr Joel Christen,
      Ich finde es höchst unangebracht Personen hier so zu beleidigen und zudem noch schamlos übertreiben mit Ihren Angaben. Es gibt viele Leute die in der Anflugschneise wohnen aber nicht so jammern

    • Adriano Granello says:

      Da hoffe ich für Sie, Frau Gafner, dass nicht noch irgendwer auf dumme Ideen kommt und das Wabern-Tram ins Belpmoos zu verlängern trachtet, denn da müssten Sie beim nächsten Flug ab Bern-Belp nebst den Kuhherden auf den Feldweg zum Regionalflugplatz auch noch einer langen roten Tramwand ausweichen ;-)

  6. Joel Christen says:

    @micharel Lavrov: Möchte gerne wissen, inwiefern die Lebensqualität eines Wirtschaftsstandortes (Bern), der 1.5 Stunden von zwei grossen Flughäfen entfernt liegt, erhöht wird, wenn an diesem Wirtschaftsstandort zu frühen Morgenstunden Feriencharter über die besten Wohnquartiere rauschen. Feriencharter werden von normalen Konsumenten in der Regel einmal im Jahr beansprucht. Ist es nicht zumutbar, solche Flüge an Standorten abzuwickeln, die sich für solche Dinge durch eine gewisse Eignung auszeichnen, wie zum Beispiel in Zürich, Basel oder Genf? Möchte gerne weiter wissen, inwiefern diese Charterflüge für Bern einen Wirtschaftsmotor darstellen könnten. Das Gegenteil scheint mir eher zuzutreffen. Die attraktiven Wohnquartiere werden verlieren an Attraktivität. Die guten Steuerzahlen ziehen sukzessive weg.

    • Michael Lavrov says:

      Die guten Steuerzahler ziehen nicht von Bern weg, weil die paar Flieger über Bern “rauschen”, sondern weil die Rahmenbedingungen hier für Grossverdiener nicht stimmen. Gute Steuerzahler wohnen zB eben gerade in der Anflugschneise in Muri. Betrachten wir das ganze mal objektiv: Der Flugärm ist bei 42 Bewegungen/Tag, weche je nach Windverhätlnisse nicht über stark bewohntes Gebiet führen, im Vergleich zu anderen ÖV Lärmquellen wie zB der Zug, Trolleybus, Tram vernachlässigbar. Die Flughafenbetreiberin unternimmt übrigens sehr viel gegen die Lärmbelastung. Zu den Charterflügen: da gebe ich ihnen recht, dass diese ausser den Arbeitzplätzen den Wirtschaftmotor nicht direkt antreiben, aber wohl ein Bedrüfnis sind. Daneben gibt es aber auch Linienflüge, welche sehr wohl für international tätige Firmen interessant sind. Verliert man doch mindestens 3 Stunden, wenn man von ZRH abfliegt. Ich verstehe wirklich nicht – und ich wohne in der Anflugschneise – wie man das wirklich kleine Übel Fluglärm (ist ja irgendwie lächerlich in Bern davon zu sprechen, wenn man Kloten betrachtet) einer wichtigen, weiteren Entwicklung der Stadt und Region Bern in den Weg stellt. Ich kann’s drehen und wenden wie ich will, viele Menschen hier haben diese Profiteuren-Einstellung: Wachstum und dessen negative Seiten anderswo, aber davon profitieren ist ok (zB durch den kantonalen Finanzausgleich).

    • Joel Christen says:

      @micharel Lavrov: Die Gesamtzahl der Flugbewegungen ist (noch) nicht das Problem. Das Problem sind die Charterflüge am Samstag- und Sonntagmorgen. Wenn Skywork seine Ausbaupläne realisieren kann, werden es bis 2016 viermal mehr Flüge sein. Dann werden wir zu den Stosszeiten morgens zwischen 6 Uhr und 7 Uhr und abends zwischen 22 Uhr und 22.30 im fünfminuten Takt Start- bzw. Landebewegungen haben. Es gibt in der Stadt Bern wohl keine Grösstverdiener, aber gleichwohl ein paar gute bis sehr gute Steuerzahler. Ich denke, die dürften den Fluglärm nicht sonderlich schätzen und sich mittel- und längerfristig etwas ausserhalb niederlassen. Die Stadt Bern verliert mittel- und längerfristig mit diese Charterei einzig. Selbiges gilt für Muri. Gegen die Geschäftsflüge habe ich nichts eingewendet. Die bringen dem Standort Bern wohl etwas und finden auch nicht am Samstag- und Sonntagmorgen zwischen 6 Uhr und 7 Uhr statt. Diese Charterei bringt wirtschaftlich wenig, ist aber längerfristig für Bern und Muri mit Kollateralschäden verbunden. Was den Lärm anderer Verkehrsmittel betrifft, rechtfertigen Sie ein Übel mit dem anderen. Ich wohne ja gerade dort wo ich bin, weil ich es gerne ruhig habe – und dafür auch entsprechend etwas mehr zahle. In Kloten, Basel und Genf finden die Starts und Landungen nicht über dichtest besiedeltem Gebiet statt.

    • Mathias says:

      Es ist immer das selbe: Jeder will einen Flughafen mit vielen Destinationen, doch niemand möchte den verursachende Lärm davon.Übrigens am Berner Flughafen rauschen keine Flugzeuge frühmorghens über Wohnquartiere, frühstens um 7.00. Wenn sie schon mal am Zürcher Flughafen gewesen wären, wüssten sie das die Flieger dort schon um 5.00 abheben

  7. M. Kuhn says:

    Habt Ihr sonst keine Probleme? Eine Stadt ist nun mal laut, generiert und braucht Verkehr in allen Formen. Wem das zuviel ist der soll doch auf eine Alp zügeln. Nur ist da das kulturelle Angebot ev. etwas dünner, die Post und das Migi sind auch nicht gleich um die Ecke und für einen guten Cappucino brauchts zuerst einen 2-stündigen Fussmarsch. Ich fliege oft ab Bern-Belp, meistens geschäftlich und selten einfach so. Damit verdiene ich Geld mit dem ich in Bern Steuern zahle. Wohnen tue ich genau in der Pistenachse. Die Flieger sind hier im Anflug schon recht tief. Na und, mir gefällt das sogar! Erinnert mich daran, dass ich in einer Statdt wohne, die einen gut funktionierenden kleinen Flughafen hat, der dank viel Engagement endlich wieder am aufstreben ist.

  8. Philipp Rittermann says:

    echt jetzt? – ich wusste wirklich nicht, dass bern einen flugplatz hat. kann man da auch internationale, wichtige destinationen bereisen, (zürich, genf, lausanne, bangkok)?

  9. Zbinden Marcel says:

    An alle die sich, aus welchen Gründen auch immer, am Mösli stören: Ist es nicht so, dass der Flughafen schon da war bevor ihr hergezogen seit? Kommt mir immer wieder vor, wie die, die von der Stadt aufs Land ziehen und dann den Bauern verbieten wollen,den Kühen die Glocken umzuhängen.

  10. Adriano Granello says:

    Kompliment, Frau Jordi! Indem Sie den Möchtegern-Metropolen-Bernern auf eine solch witzige Art vor Augen führen, dass auch das Leben in einer Provinzsstadt seine Vorteile haben kann (wenn man denn das Provinzielle akzeptiert), beweisen Sie mehr ‘urbanes’ Denken als manche MitbürgerInnen, die von U-Bahnen, Tiefbahnhöfen und noch viel mehr von tiefen Steuern in einer wirtschaftlich pulsierenden “HAUPTSTADTREGION” träumen :-) ))

Alle Kommentare zeigen
  1. Joel Christen says:

    Als Bewohner des Kirchenfeldquartiers empfinde ich die Plaudereien von Frau Jordi bemerkenswert ignorant. Dazu nur folgende Feststellungen zum Sommerflugplan 2013:

    Samstag: Sonntag:
    6:05 Thesaloniki 6:25 Rijeka
    6:30 Palma
    6:35 Catania 6:35 Palma
    6:40 London 7:10 Olbia
    6:45 Köln 7:30 Elba
    6:50 Hamburg 7:40 Neapel
    6:55 Berlin

    Ich sehe weit und breit keine Stadt, in welcher Starts und Landungen über ein Stadtzentrum erfolgen. Dieser Flugafen sollte auch angesicht der Tatsache, dass inerhalb von 1.5 zwei grosse Flughaben erreicht werden können, für Linienflüge geschlossen werden.
    Joel Christen

    • Mathias says:

      Herr Christen,
      Ich bitte sie den Flugplan nochmals anzuschauen, und ihn richtig abzuschreiben. Sie haben einfach ein paar Destinationen genommen und 5-Minuten-Takt eingeführt. Eigentlich total dreist.

  2. Manfred Fischer says:

    Was ist eigentlich Los bei Euch (Der Bund) gehen euch die Storys aus? Oder wieso erscheinen seid 2 Tagen 4 negativ und absurde Berichte über SkyWork und den Flughafen Belp?

    • Geissbühler says:

      Herr Fischer
      Kein Problem – Tatsache ist, dass der Regionalflugplatz so in offizieller Therminologie zu benennen ist.
      Der Airport Belpmoos (Bern-Belp) ist nicht der Flughafen Zürich, resp. Airport Unique ZRH.

  3. Sabine Kraut says:

    Ich hake nach, ganz im Sinne von Herrn Christen: Was der Bund in der letzten Zeit über den Flughafen geschrieben hat, ist bemerkenswert ärgerlich, wenn mann im Osten der Stadt wohnt und im Sommer an manchen Abenden auf dem Balkon Landeanflüge im Viertelstundentakt über sich ergehen lassen muss. Warum kommt die Bund-Redaktion nicht auf Idee, sich mal in den betroffenen Quartieren umzuhören zum Thema der zunehmenden Lärmbelästigung? Nein, man berichtet unkritisch über die hochfliegenden Pläne (1 Mio. Passagiere 2016) und macht ein Werbe-Flugreisli nach Kroatien mit. Nun ja, skywork inseriert ja auch täglich im Bund…
    S. Kraut

  4. Marc Aurel says:

    Absolut einverstanden mit Joel Christen. Eine gute Zug-Verbindung von LSZH her ist allemal genügend. Es mutet an, als ob sich Bern mit einem “richtigen” Flughafen aufmotzen möchte und dabei die Wohn- und Lebensqualität derer, die per Steuergelder Bern überhaupt erst am Leben erhalten, völlig ignoriert. Skywork macht Gewinn, den Lärm können andere aushalten. Da beruhigt man das Länggassquartier verkehrstechnisch und gleichzeitig dröhnen die Ferienhungrigen über die Balkone, Gärten und Köpfe. Der Ausbau von Belpmoos ist ein kompletter Blödsinn der Bern wirtschaftlich kaum vorwärts bringt, aber die, auch im Tourismus und in innerschweizerischen Umfragen stets betonte Lebensqualität signifikant schmälert. LSZB gehört wieder redimensioniert.

    • Micharel Lavrov says:

      @Aurel: Sie wiedersprechen sich in ihren wenigen Zeilen. Zudem stellen Sie eine Reihe von Unwahrheiten auf. Hier das Wichtigste: 1. Sie sind eine Profiteur: Alle sollen von Zürich aus abfliegen, die können auch gleich den Lärm haben und uns Berner finanzieren, weil wir hier nur die Sonnenseite des Labens wollen: Wohnqualität. 2. Sie haben keine Ahnung: Die Einnahmen durch einen attraktiven Wirtschaftsstandort hält Bern am Leben. Dadurch wird die Lebensqualität erst ermöglicht. 3. Der Kanton Bern braucht einen Wwirtschaftsmotor. Und das kann nur die Region Bern sein. So sollten wir diese stärken. Es gibt Menschen, die arbeiten und wohnen hier und sind froh, wenn sie von Bern aus fleigen können. Man spart doch 3 Stunden Rreisezeit pro Trip. Aber eben, wenn schon der bisherige und leider wohl auch zukünftiger Stadtpräsident keine Ahnung hat, was soll man denn mehr von seinen Wählern erwarten!?!

  5. Jacqueline Gafner, Stadträtin Bern says:

    Eh, eh, Frau Jordi, mangelt es Ihnen dermassen an Selbstbewusstsein, dass Sie sich in dieser Art über den Hauptstadt-Flughafen Bern-Belp – für mich wird er das bleiben, BAZL-Terminologie hin oder her – auslassen zu müssen glauben? Provinziell ist nicht das “Mösli”, provinziell sind Leute, die aus lauter Angst, als wenig welterfahren oder uncool belächelt zu werden, nicht zu Bern, wo leben und arbeiten, und seinem zwar kleinen, aber feinen Flughafen stehen können. Zum Glück beweisen die wachsenden Passagierzahlen in Bern-Belp, dass nicht alle in der Hauptstadtregion lebenden Menschen in diesem Spittel krank sind.

    • Joel Christen says:

      Danke fürs Statement Frau Gafner. Ohne zu wissen, welcher Partei sie angehören, kenne ich jetzt jemanden, den ich bei nächster Gelgenheit wohl kaum wählen werde…

    • Mathias says:

      Herr Joel Christen,
      Ich finde es höchst unangebracht Personen hier so zu beleidigen und zudem noch schamlos übertreiben mit Ihren Angaben. Es gibt viele Leute die in der Anflugschneise wohnen aber nicht so jammern

    • Adriano Granello says:

      Da hoffe ich für Sie, Frau Gafner, dass nicht noch irgendwer auf dumme Ideen kommt und das Wabern-Tram ins Belpmoos zu verlängern trachtet, denn da müssten Sie beim nächsten Flug ab Bern-Belp nebst den Kuhherden auf den Feldweg zum Regionalflugplatz auch noch einer langen roten Tramwand ausweichen ;-)

  6. Joel Christen says:

    @micharel Lavrov: Möchte gerne wissen, inwiefern die Lebensqualität eines Wirtschaftsstandortes (Bern), der 1.5 Stunden von zwei grossen Flughäfen entfernt liegt, erhöht wird, wenn an diesem Wirtschaftsstandort zu frühen Morgenstunden Feriencharter über die besten Wohnquartiere rauschen. Feriencharter werden von normalen Konsumenten in der Regel einmal im Jahr beansprucht. Ist es nicht zumutbar, solche Flüge an Standorten abzuwickeln, die sich für solche Dinge durch eine gewisse Eignung auszeichnen, wie zum Beispiel in Zürich, Basel oder Genf? Möchte gerne weiter wissen, inwiefern diese Charterflüge für Bern einen Wirtschaftsmotor darstellen könnten. Das Gegenteil scheint mir eher zuzutreffen. Die attraktiven Wohnquartiere werden verlieren an Attraktivität. Die guten Steuerzahlen ziehen sukzessive weg.

    • Michael Lavrov says:

      Die guten Steuerzahler ziehen nicht von Bern weg, weil die paar Flieger über Bern “rauschen”, sondern weil die Rahmenbedingungen hier für Grossverdiener nicht stimmen. Gute Steuerzahler wohnen zB eben gerade in der Anflugschneise in Muri. Betrachten wir das ganze mal objektiv: Der Flugärm ist bei 42 Bewegungen/Tag, weche je nach Windverhätlnisse nicht über stark bewohntes Gebiet führen, im Vergleich zu anderen ÖV Lärmquellen wie zB der Zug, Trolleybus, Tram vernachlässigbar. Die Flughafenbetreiberin unternimmt übrigens sehr viel gegen die Lärmbelastung. Zu den Charterflügen: da gebe ich ihnen recht, dass diese ausser den Arbeitzplätzen den Wirtschaftmotor nicht direkt antreiben, aber wohl ein Bedrüfnis sind. Daneben gibt es aber auch Linienflüge, welche sehr wohl für international tätige Firmen interessant sind. Verliert man doch mindestens 3 Stunden, wenn man von ZRH abfliegt. Ich verstehe wirklich nicht – und ich wohne in der Anflugschneise – wie man das wirklich kleine Übel Fluglärm (ist ja irgendwie lächerlich in Bern davon zu sprechen, wenn man Kloten betrachtet) einer wichtigen, weiteren Entwicklung der Stadt und Region Bern in den Weg stellt. Ich kann’s drehen und wenden wie ich will, viele Menschen hier haben diese Profiteuren-Einstellung: Wachstum und dessen negative Seiten anderswo, aber davon profitieren ist ok (zB durch den kantonalen Finanzausgleich).

    • Joel Christen says:

      @micharel Lavrov: Die Gesamtzahl der Flugbewegungen ist (noch) nicht das Problem. Das Problem sind die Charterflüge am Samstag- und Sonntagmorgen. Wenn Skywork seine Ausbaupläne realisieren kann, werden es bis 2016 viermal mehr Flüge sein. Dann werden wir zu den Stosszeiten morgens zwischen 6 Uhr und 7 Uhr und abends zwischen 22 Uhr und 22.30 im fünfminuten Takt Start- bzw. Landebewegungen haben. Es gibt in der Stadt Bern wohl keine Grösstverdiener, aber gleichwohl ein paar gute bis sehr gute Steuerzahler. Ich denke, die dürften den Fluglärm nicht sonderlich schätzen und sich mittel- und längerfristig etwas ausserhalb niederlassen. Die Stadt Bern verliert mittel- und längerfristig mit diese Charterei einzig. Selbiges gilt für Muri. Gegen die Geschäftsflüge habe ich nichts eingewendet. Die bringen dem Standort Bern wohl etwas und finden auch nicht am Samstag- und Sonntagmorgen zwischen 6 Uhr und 7 Uhr statt. Diese Charterei bringt wirtschaftlich wenig, ist aber längerfristig für Bern und Muri mit Kollateralschäden verbunden. Was den Lärm anderer Verkehrsmittel betrifft, rechtfertigen Sie ein Übel mit dem anderen. Ich wohne ja gerade dort wo ich bin, weil ich es gerne ruhig habe – und dafür auch entsprechend etwas mehr zahle. In Kloten, Basel und Genf finden die Starts und Landungen nicht über dichtest besiedeltem Gebiet statt.

    • Mathias says:

      Es ist immer das selbe: Jeder will einen Flughafen mit vielen Destinationen, doch niemand möchte den verursachende Lärm davon.Übrigens am Berner Flughafen rauschen keine Flugzeuge frühmorghens über Wohnquartiere, frühstens um 7.00. Wenn sie schon mal am Zürcher Flughafen gewesen wären, wüssten sie das die Flieger dort schon um 5.00 abheben

  7. M. Kuhn says:

    Habt Ihr sonst keine Probleme? Eine Stadt ist nun mal laut, generiert und braucht Verkehr in allen Formen. Wem das zuviel ist der soll doch auf eine Alp zügeln. Nur ist da das kulturelle Angebot ev. etwas dünner, die Post und das Migi sind auch nicht gleich um die Ecke und für einen guten Cappucino brauchts zuerst einen 2-stündigen Fussmarsch. Ich fliege oft ab Bern-Belp, meistens geschäftlich und selten einfach so. Damit verdiene ich Geld mit dem ich in Bern Steuern zahle. Wohnen tue ich genau in der Pistenachse. Die Flieger sind hier im Anflug schon recht tief. Na und, mir gefällt das sogar! Erinnert mich daran, dass ich in einer Statdt wohne, die einen gut funktionierenden kleinen Flughafen hat, der dank viel Engagement endlich wieder am aufstreben ist.

  8. Philipp Rittermann says:

    echt jetzt? – ich wusste wirklich nicht, dass bern einen flugplatz hat. kann man da auch internationale, wichtige destinationen bereisen, (zürich, genf, lausanne, bangkok)?

  9. Zbinden Marcel says:

    An alle die sich, aus welchen Gründen auch immer, am Mösli stören: Ist es nicht so, dass der Flughafen schon da war bevor ihr hergezogen seit? Kommt mir immer wieder vor, wie die, die von der Stadt aufs Land ziehen und dann den Bauern verbieten wollen,den Kühen die Glocken umzuhängen.

  10. Adriano Granello says:

    Kompliment, Frau Jordi! Indem Sie den Möchtegern-Metropolen-Bernern auf eine solch witzige Art vor Augen führen, dass auch das Leben in einer Provinzsstadt seine Vorteile haben kann (wenn man denn das Provinzielle akzeptiert), beweisen Sie mehr ‘urbanes’ Denken als manche MitbürgerInnen, die von U-Bahnen, Tiefbahnhöfen und noch viel mehr von tiefen Steuern in einer wirtschaftlich pulsierenden “HAUPTSTADTREGION” träumen :-) ))

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.