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«Da schwor ich mir, nie mehr in meinem Leben arm zu sein»

Mathias Morgenthaler am Samstag den 18. Oktober 2014
Varathan – vom Tellerwäscher zum preisgekrönten Chef de Cuisine. Foto: René Lang.

Varathan – vom Tellerwäscher zum preisgekrönten Chef de Cuisine. Foto: René Lang.

Als Varathan mit 19 Jahren in die Schweiz kam, hatte er schlechte Karten: Er sprach kein Wort Deutsch und brachte als Sohn eines Reisbauers in Sri Lanka keine nützlichen Berufskenntnisse mit. Das hinderte ihn nicht daran, sich buchstäblich vom Tellerwäscher zum preisgekrönten Küchenchef und Unternehmer emporzuarbeiten. Mehr als eine Woche Ferien pro Jahr hat er sich dabei nicht gegönnt.

Interview:
Mathias Morgenthaler

Herr Varatharajah, welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Flucht in die Schweiz?

NITHTHIYABHAVANANTHAM VARATHARAJAH: Nennen Sie mich einfach Varathan, das ist einfacher. Ich bin sehr dankbar, heute in der Schweiz ein gutes Leben führen zu können, aber an die lebensgefährliche Flucht infolge der Kriegswirren erinnere ich mich ungern zurück. Von Colombo aus gelangten wir mit einem Schlepper nach Singapur und von dort aus mit vier Flügen nach Sofia. Ich war 19-jährig und war bis zu diesem Zeitpunkt noch nie geflogen oder Zug gefahren. Wir wurden wie Vieh in Camions verladen, wo wir fast erstickten. Mehrmals mussten wir uns im Wald verstecken. Es dauerte über zwei Monate, bis ich in der Schweiz ankam. In der Aufnahmestelle eines Asylantenheims sah ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Dusche.

Wie haben Sie Arbeit gefunden?

Der Anfang war schwierig, denn für mich war alles neu: Die Sprache, die Hautfarbe, das Essen, der Verkehr, die Mentalität. Ein Landsmann verhalf mir nach ein paar Monaten zu einer Stelle im Kurhotel Restaurant Eichberg in Seengen/AG. Ich konnte zu dieser Zeit knapp «Guten Tag» sagen, aber es kam bei diesem Job auch nicht so sehr aufs Reden an. Ich war Mädchen für alles, Tellerwäscher, WC-Reiniger, Hilfskraft. In meiner Heimat hätte ein Mann niemals solche Arbeiten übernommen, deshalb musste ich mich ein wenig überwinden. Bald war es für mich aber eine Traumstelle, weil der Betrieb sehr familiär geführt wurde und ich immer mehr Aufgaben übernehmen konnte.

Wie gelang Ihnen der Aufstieg zum preisgekrönten Küchenchef?

Eines Tages fragte mich mein Chef, ob ich auch bei der Essenszubereitung helfen möchte statt immer nur abzuwaschen und zu putzen. Als ich das erste Mal Gemüse rüsten und ein Frühstück zubereiten durfte, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Ich beobachtete die anderen Angestellten sehr genau und wollte immer dazulernen. Nach der Arbeit schaute ich Nachrichten, um besser deutsch zu lernen. So durfte ich immer neue Aufgaben übernehmen, den Salat, die Zubereitung, das Dessert, schliesslich auch warme Küche. Eines Tages wurde ich Küchenchef und gewann bald erste Preise.

In der gleichen Zeit kam Ihre Frau in die Schweiz und wurde als Hilfskraft im Kurhotel Eichberg eingestellt.

Meine Eltern hatten zum Glück bei der Auswahl ein gutes Händchen und ich genoss es sehr, mit meiner Frau im gleichen Betrieb zu arbeiten und

Varathan mit Ehefrau Tharanie. Foto: René Lang.

Varathan mit Ehefrau Tharanie. Foto: René Lang.

erstmals eine eigene Wohnung zu haben. Wir träumten beide davon, einmal ein eigenes Restaurant zu übernehmen, brauchten aber Geduld. 2005, 13 Jahre nach meinem Anfang als Tellerwäscher, erfüllte sich der Traum mit der Übernahme des Gasthofs St. Wendelin in Wauwil/LU. Wir kreierten eine eigene Karte mit der kompletten Schweizer Küche, aber auch einem breiten Angebot aus asiatischen Speisen. Die asiatische Küche lief von Anfang an noch besser als die traditionellen Schweizer Gerichte, überhaupt wurden wir sehr gut aufgenommen. An guten Tagen waren mittags und abends bis zu 200 Gäste im Restaurant.

Das heisst: Sie und Ihre Frau waren pausenlos im Einsatz?

Ja. Wir hatten zehn Festangestellte und manchmal vier Hilfskräfte. Ich war im Hintergrund tätig, kümmerte mich um Küche und Geschäftsführung, meine Frau um den Service und die Gästebetreuung. Man darf nicht bequem sein in diesem Job. Meine Frau und ich arbeiteten beide 16 bis 18 Stunden pro Tag, sechs Tage pro Woche. Montag war immer Ruhetag, aber da wir im gleichen Gebäude wohnten, ging ich natürlich trotzdem ans Telefon. Und der Einkauf will ja auch geplant sein. Ich bin stolz darauf, dass meine Frau und ich nie krank waren, nie gefehlt haben in den gut acht Jahren – ausser an einem Samstag, als ein Freund uns in die Benissimo-Sendung nach Zürich einlud. Auch Ferien haben wir praktisch nie gemacht, insgesamt acht Wochen in den achteinhalb Jahren.

Wie haben Sie dieses immense Pensum durchgestanden?

Meine Familie galt in Sri Lanka als wohlhabend. Als ich 13-jährig war, verloren wir aber durch eine Naturkatastrophe und Missernten unser Vermögen und mussten bei meinem Onkel ein Darlehen aufnehmen. Später verlangte dieser das Geld in betrunkenem Zustand zurück. Ich erinnere mich gut an diese Demütigung. Damals schwor ich mir, nie mehr in meinem Leben arm zu sein und alles für den Erfolg zu tun. In der Schweiz begann ich ganz unten. Ich hatte kein Geld, keine Ausbildung, keine Sprache. Niemand hätte damals geglaubt, dass ich Küchenchef und Geschäftsführer werden kann, man hätte mich ausgelacht. Es war und ist ein grosser Antrieb für mich, es allen zu zeigen und das Gegenteil zu beweisen. Damit will ich auch andere motivieren. Wenn einer wie ich es schaffen kann – wer sollte es dann nicht schaffen können?

Sie haben Ende 2013 das Gasthaus St. Wendelin verlassen und eröffnen am 25. November ein nach Ihnen benanntes Restaurant in Sursee. Haben Sie in dieser Übergangszeit die verpassten Ferien nachgeholt?

Anfang Jahr haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt, dann habe ich einen Job bei Transgourmet angetreten. Ich stehe jeden Morgen um 3 Uhr auf, Arbeitsbeginn ist um 4:15 Uhr in Neuendorf. Wir beliefern die Gastronomie mit Waren, 5,5 Tonnen jeden Tag. Ich war noch nie so fit wie heute, bei 1200 Treppenstufen pro Tag brauche ich kein Fitnesscenter. Es ist interessant, eine ganz andere Seite kennenzulernen. Niemand beachtet die Leute, welche die Ware anliefern – ich sehe aber viel und sammle Eindrücke und Ideen. Ich führe eine Art Tagebuch, um mich besser erinnern zu können. Zudem erinnert es mich an meine Anfänge. Man hält mich oft für eine Hilfskraft.

Und weil Sie mitten in der Nacht beginnen, haben Sie ab 15 Uhr Zeit für Frau und Kinder.

Ich stehe danach oft in der Küche und mache Pouletknusperli bis 22 Uhr. Ich habe vor acht Jahren ein eigenes Rezept entwickelt, verwende Pouletbrust statt Fleischabfälle und mache einen unverwechselbaren Tempura-Mantel mit Reismehl. Nach langer Überzeugungsarbeit kam ich damit ins Sortiment von Transgourmet. Und dann ist da noch die Geschichte mit den Wauwiler Champignons. Ich suchte nach einem raffinierten Rezept für das Einlegen von Pilzen. Letzten Winter experimentierte ich mit einer Mischung aus Essig, Süssmost, Curry, Chilli und Orangenpfeffer. Ich schickte Coop ein paar Muster, und nun kommen die eingelegten Wauwiler-Champignons in der Zentralschweiz bei Coop in die Regale! Ich liebe solche unternehmerischen Projekte – im Liegestuhl sitzen und die Füsse hochlagern, das ist nichts für mich.

Sie haben viel erreicht – bleiben da noch Träume für die nächsten 20 Jahre?

Zunächst freue ich mich sehr auf die Eröffnung des Restaurants in Sursee – da die ganze Überbauung neu ist, konnte ich bei der Gestaltung des Restaurants meine Wünsche einbringen und der Inhaber lässt mir auch beim Angebot freie Hand. Mittelfristig wäre es mein Traum, eine Fast-Food-Kette zu lancieren – nicht mit fettigem, ungesundem Essen, sondern mit bekömmlichem, schweizerisch-asiatischem Angebot. Das Essen müsste preislich attraktiv und kinderfreundlich sein. Im Kopf habe ich schon vieles durchgespielt. Aber alles im Leben braucht seine Zeit. Meistens hat es bei mir rund fünf Jahre gebraucht, bis ich eine neue Idee realisieren konnte.

Kontakt und Information: info@varathans.ch oder www.varathans.ch

Eröffnung von Varathans Restaurant Lounge in der Überbauung Buchenhof in Sursee am 25. November.

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25 Kommentare zu “«Da schwor ich mir, nie mehr in meinem Leben arm zu sein»”

  1. Patrick sagt:

    Wow! Der Mann hat meinen Respekt.

  2. Ronnie König sagt:

    Er kam quasi als Wirtschaftsflüchtling, denn von Kriegsgreuel ist oben nicht die Rede! Er hatte zuhause wahrscheinlich für dortige Verhältnisse eine solide Bildung. Trotzdem gebührt ihm grosser Respekt, denn über all die Jahre so hart arbeiten, das tun auch einige seiner Landsleute hier, aber ich habe auch gesehen was dabei geschehen kann! Von Alkohol über chronische Krankheiten/Abnutzung bis zu Depressionen. Er blieb bis jetzt verschont, ging offenbar sorgsam mit seinem Geld um. Und will arbeiten und lernen. Eine Mischung die auch bei bescheidenem Einkommen zu einigem Erfolg führt. Auch bei Schweizern, Kurden, Afrikanern. Man muss selbst aktiv werden, ausprobieren, an etwas glauben, das Ziel sehen. Leider ist dies nicht jedem gegeben. Speziell jenen nicht die wie die Ertreer nur Trostlosigkeit kennen gelernt haben. Dann verstreicht viele wertvolle Zeit bis jene etwas verstehen und beginnen. Leider. Auch bei wenigen Tamilen habe ich das erlebt. Sie scheiterten leider und sind relativ jung gestorben. Hier haben wir ein Musterbeispiel wie gut etwas kommen kann, aber die andere Seite gibts auch. Dazwischen die grosse Masse. Er war auch schnell integriert, dank seinem Chef. Nicht alle Chefs sind so. Auch dies zählt bei so einer Karriere.

  3. Bernerin sagt:

    Hoffe sein Asia / CH Fastfood kommt bald! Wäre eine tolle Abwechslung

  4. Franziska sagt:

    Toller Typ.

    Leider ist der LInk http://www.varathans.ch falsch verlinkt, es kommt noch die Webseite von Rolf Schmiel.

  5. Reichart Xaver sagt:

    Schön, dass solche positiven Geschichten an die Öffentlichkeit kommen. Gerne noch mehr davon!
    X. Reichart

  6. Remo Wagner sagt:

    Varathans Erfolgsgeschichte zusammengefasst:
    In Sri Lanka wohlhabend aufgewachsen (vermutlich auch mit guter Schulbildung), intakte Familie. Volljährig geworden, verliess er Sri Lanka als Wirtschaftsflüchtling in Richtung Schweiz. Hohe Leistungsbereitsschaft. Bereit Wertesystem anzupassen. Hier einen Arbeitgeber gefunden, welcher ihm in-house den Ausbildungsweg durch praktisch alle Jobs in der Hotelbranche ermöglichte. Nachzug seiner Frau (vermutlich ähnlich gebildet und leistungsbereit). (Vermutlich) keine Kinder oder unterstützungsbedürftigen Familienmitglieder.
    Wie Ronnie König sehr richtig erkannte, spielten hier mehrere positive und notwendige Faktoren erfolgreich zusammen. Fehlt einer davon, wird der Lebensweg sehr schnell sehr anders. Prüfen Sie es selbst, verändern Sie einen der Punkte oben in meiner Zusammenfassung und überlegen Sie mögliche Auswirkungen.

  7. Sacha Meier sagt:

    Der Artikel ist ein wunderschönes Essay, das zeigt, wie man es als Asylant mit Ausdauer und Fleiss unter die Spitzen-Dienstleister bringt. Das ist die multikulturelle Schweiz, wie ich sie mag. Aber auch eine Breitseite gegen die Minderheit der fremdenfeindlichen Ecopoopisten – die ihre Quittung schon im nächsten Monat bekommen werden.

  8. J J Baumann sagt:

    Ecopop JA
    da reist ein Tamile um die halbe Welt, durch viele sichere Staaten um in der Schweiz Sozialhilfe zu holen.
    Da ist etwas falsch im System, weil dieser Mann kein Fluechtling sein kann.

  9. oliver keller sagt:

    Das ist ja fantastisch! Alle können also 18 Stunden pro Tag arbeiten und reich werden, es ist wie im Märchen. Leider hat es aber nicht genügend Geld für alle.

  10. Hans sagt:

    … und das alles ohne die KESB, und auch sonst ohne (allzu grosse?) staatliche Leistungen. Solche Geschichten werden ja gerne von den Linken als typisch angeschaut und dementsprechend propagiert (so wohl auch von der herausgebenden Zeitung “Der Bund”), sie merken aber offenbar nicht, dass solche Erfolgsgeschichten ohne den Sozialstaat auskommen.
    Diese Geschichte ist etwa so typisch wie die Erfolgsgeschichte von 2-3 albanischen Fussballmillionären auf 200000-300000 albanische Einwanderer.

  11. Wave Dancer sagt:

    Alle Achtung Mr. NITHTHIYABHAVANANTHAM VARATHARAJAH ! (LOL ein langer Name – hat er eine spezielle Bedeutung?)
    Leute wie Sie sind hier willkommen, leider sind aber nicht alle Immigranten aus dem alten Ceylon (und anderen Ländern) fähig oder willig sich zu assimilieren und missbrauchen unsere Gastfreundschaft. Wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Restaurant
    !

  12. Doris Loegel sagt:

    @ Ronny König: Also ich bin mir sicher, dass Varathan damals nicht als Wirtschaftsflüchtling in die Schweiz kam. 1992, dem Jahr seiner Ankunft in der Schweiz, herrschte in Sri Lanka ein blutiger Krieg zwischen Singalesen und Tamilen, welcher noch nicht lange Jahre her einigermassen befriedet ist. Übrigens teilweise sogar heute noch nicht gänzlich. Damals kamen vor allem sehr viele tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz und durften praktisch alle bleiben. Übrigens beschreibt Varathan ja auch seine Flucht aus Sri Lanka mit Schleppern als lebensgefährlich infolge der Kriegswirren. Haben Sie das nicht gelesen? Varathan ist sein Glück und Erfolg zu gönnen, ich freue mich für ihn und seine Familie und wünsche ihm auch in seinem eigenen Restaurant in Sursee viel Glück und Erfolg, für welchen er mit Sicherheit wie bis anhin hart arbeiten wird.

  13. Ronnie König sagt:

    @J J Baumann: Wann und wo bezog dieser Tamile Sozialhilfe und welches waren denn die sicheren Länder? Ausser Singapore steht nix. Ich vermute sie sind frustriert, dass sie es weniger weit brachten. Oder warum denn dann die Unterstellung, diese Abneigung?

    @Viele andere: Ecopop macht ehr wohl Sinn, das werden wir bei Ablehnung aber erst in vielleicht 20 oder 30 Jahren wirklich begreifen! Dann ist zu spät und die Bevölkerung wird durch gewisse Ereignisse von selbst reduziert haben. Es word wie mit dem Bankgeheimnis sein, am Ende sind wir schlauer. Und uU den Weg des Tamilen irgendwo anders gegangen sein.

  14. Doris Loegel sagt:

    @ JJ Baumann: Entweder sind Sie noch sehr jung, dann wäre Ihr Aussage noch einigermassen verständlich, da Sie Sri Lanka evtl nur als Feriendestination kennen. Spätestens jedoch ab einem Alter von 40 J und mehr sind Ihre Aussagen nicht mehr entschuldbar, da Sie wahrscheinlich den grausamen Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen in jüngster Zeit hauptsächlich seit den 80iger Jahren bis ins neue Jahrtausend rein ignoriert und die vielen anerkannten hauptsächlich tamilischen Flüchtlingen bei uns völlig ausgeblendet haben. Wie gesagt, anders ist Ihre verletzende Aussage nicht erklärbar. Und apropos Sozialhilfe-Bezüger: Was genau haben Sie an diesem Artikel nicht verstanden? Haben Sie ihn überhaupt gelesen? Ich lese kein Wort von Sozialhilfe, sondern nur von Menschen, die seit Jahren täglich einige Stunden mehr gearbeitet haben als viele Schweizer…

    Übrigens auch die Aussagen des Users Hans bezüglich der albanischen Fussballmillionäre ist gegenüber den vielen in der Schweiz hart arbeitenden und bestens integrierten Ausländer einfach schäbig…

  15. Alexander Romero sagt:

    @WaveDancer
    Aha Assimilation setzen Sie gleich mit nur sich an die Arbeit fügen ohne aufzumucken, zu dienen und rentieren, zu malochen und nochmals malochen. Auch ich zähle leider als eurer Gast weil ich leider als Gastarbeitereltern entstamme. Mich hat aber niemand gefragt ob ich bei euch die geringere Chancen annehmen und ich als euer Untertann dienen soll. Sähe ich eine reelle Chance zum Beispiel als Hochschulabgänger oder zumindest Fachkraft und so auf guten Lohn, wie auch Lebensqualität, so würde ich sie nehmen! Da ich und viele andere keine Chancen und Perspektiven sehen bleibt nur die Sozialabhängigkeit. Dabei nicht jeder der abhängig wird missbraucht eure “Gastfreundschaft”! Fakt ist, dass dieser Märchenweg schwierig und selten ist, somit glaube ich nicht für mich an einen solchen.

  16. V. Rasanayagam sagt:

    Man soll das Eisen schmieden solange es heiss ist. Wünsche Ihnen alles Güte im zukunft.

  17. P. Verstrepen sagt:

    Mein Respekt, Herr Varathan! Eine packende Geschichte und hoffentlich für viele junge Leute inspirierend genug, den eigenen Lebenslauf aktiv in die Hand zu nehmen. Vielen können aus Ihrer Geschichte einiges lernen!

  18. JUTZI sagt:

    Wieviele ausländische Work Aholics warten noch auf eine solche “Chance”? Dem Artikel kann ich nichts Positives aberkennen, ausser für den besprochenen Herr. Nur, wie fair ist es für die, die noch nicht bei uns eine “Chance” erhalten haben?

  19. Humm B. sagt:

    Alle Achtung und Respekt vor der Familie Varathan, noch sehr viel mehr Glück und Erfolg wünsch ich diesen wunderbaren Menschen, die so viel Wille und Mühe aufbringen, und dadurch ihr hochgestecktes Ziel auch erreichen! Als z.Zt. im Ausland lebender CH bin ich jedoch über die z.T. anmassenden, überheblichen, ja sogar gönnerhaften Kommentare bestürzt. Sicher,es gibt überall solche Menschen, nur in diesem (und ähnlichen) Zusammenhang wirken sie abstossend.

  20. Bühler Eveline sagt:

    Wir kennen die Familie Varathan schon vom St. Wendelin her. Das Essen war immer sehr fein, ebenfalls die Gastfreundschaft.
    Wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung in Sursee und wünschen der Familie Varathan auch da alles Gute.

  21. Schön für ihn. Bemerkenswert, wie er das als Flüchtling aus dem Nichts kommend geschafft hat. Ich kann das gut verstehen und gönne es ihm von Herzen.

    Wir im Westen sehen die Welt jedoch etwas anders, zumindest junge Menschen. Das Leben soll nicht aus Überstünden bestehen. Es ist zu wertvoll, um es mit Arbeit zu vergeuden. Wir sagen uns, weniger bringt mehr. Weniger besitzen heisst weniger arbeiten und mehr für das Leben haben. Damit meine ich, dass wir in der gewonnenen Zeit unser Potential finden, fördern und damit leben können. Damit gelingt es uns besser, die Welt zu harmonisieren und irgendwann andere Kulturen mit teilhaben zu lassen. Dann – ja dann muss Herr Varatharajah nicht mehr aus seinem Land flüchten um Frieden zu haben. Er kann das Leben in seinem Land, in seiner ihm eigenen Kultur geniessen.
    Das wäre doch die Lösung für uns alle.

    Wer pflichtet dieser Idee bei?

  22. Roland Schürch sagt:

    @JJBaumann: Also mir sind solche leistungsbereiten Menschen um einiges lieber als Stänker und Sammtischplouderis (Sozialhilfe). Machen sie ihm Platz?

  23. Hans Hegetschweiler sagt:

    Lieber Herr Kunz

    Ob Arbeit eine Vergeudung des Lebens ist oder eine Bereicherung hängt von der Arbeit und der Einstellung des Menschen zur Arbeit ab. Und nicht “wir im Westen*” und nicht “die Jungen” sondern einige im Westen und einige Jungen sehen es anders, und einige sehen es eben so. Unternehmer übertreiben manchmnal, wenn sie ihre tägliche Arbeitszeit nennen. Ich denke, auch bei Herrn Varathan sind es eher 12 Stunden als 18 Stunden. Dass er aber diese 12 Stunden als bereichernd (in beiden Sinnen des Wortes) empfindet, kann ich gut verstehen, und vielleicht fördert er sein Potential mehr als mancher der jetzt so hochgelobten Teilzeitangestellten.

    Und noch etwas lernen wir aus diesem Artikel: Es lohnt sich Mitarbeiter, gerade Mitarbeiter mit wenig formaler Bildung, zu fördern. Jeder Officebursche hat eben die Toque im Tornister.

  24. F. Meier sagt:

    Die fremdenfeindlichen Kommentare in diesem Forum sind erbärmlich und triefen vor geiferndem Neid auf einen erfolgreichen und – was diesen Leuten offensichtlich besonders gegen den Strich geht – mit Bestimmtheit fleissigeren und intelligenteren Menschen!

  25. Peter und Bea Bachmann sagt:

    Wir können den Varathans nur gratulieren und freuen uns schon jetzt wieder in Sursee die Gastfreundschaft dieser tollen Familie inkl. ihren zwei Kindern geniessen zu dürfen. Die Kommentare über Sozialhilfe und sonstigen Anfeindungen sind nur Neid. Varathan, was du zusammen mit deiner tollen Frau geschafft hast gebührt nur Respekt und wir wissen, dass dir die Ideen nicht ausgehen und können nur sagen: Weiter so, wir kommen gerne wieder zu dir und Tharanie und deinem Team zum Essen. Alles Gute zum Start in Sursee wünschen dir von Herzen – Peter und Bea, Buchrain

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